Konkurrenz für Lightroom - Darktable 1.2.1

Wer das technische Potential seiner Kamera voll ausschöpfen will, nutzt das RAW-Format seiner Kamera. Für die Bearbeitung dieser RAW-Dateien werden jedoch spezielle Programme benötigt. Zwar liefern die Hersteller mit der Kamera einen passenden RAW-Konverter gleich mit, für die Archivierung der Fotos sind diese Programme jedoch meist nicht geeignet. Kommerzielle Softwareentwickler bieten deshalb sog. Workflow-Lösungen an, wie z. B. Adobe Photoshop Lightroom, die allerdings ihren Preis haben. Vergleichbare Open-Source-Programme suchte man lange vergeblich. Mit der aktuellen Version 1.2 von Darktable hat sich dies jedoch geändert.

Wie Lightroom kombiniert Darktable eine Fotodatenbank und einen RAW-Konverter in einem Programm. Neben RAW-Formaten erkennt Darktable auch PNG-, JPEG- und TIFF-Dateien, so dass es zur Verwaltung des gesamten Fotoarchivs genutzt werden kann. Welche RAW-Formate von Darktable unterstützt werden, erfahren Sie auf der externer Link Darktablewebseite.

Die Bildbearbeitung erfolgt in Darktable nondestruktiv, d. h., die ursprüngliche Bilddatei wird durch die Bearbeitung nicht verändert. Die vorgenommenen Änderungen werden vielmehr zusammen mit der Originaldatei gespeichert und erst beim Export des Fotos wird aus Originaldatei und Änderungen eine neue Bilddatei erzeugt.

Darktable wird für Linux- und Mac OS-Betriebssysteme kostenlos angeboten. Auf Windows-Systemen läuft Darktable jedoch nicht. Dies mag ein Grund dafür sein, dass Darktable noch nicht die Popularität erreicht hat, wie beispielsweise das Bildbearbeitungsprogramm Gimp. Andererseits könnte Darktable so zum auschlaggebenden Argument werden, von Windows auf ein Linux-Betriebssystem zu wechseln. Wie einfach das geht, habe ich in Dunkelkammer - Linux beschrieben.

Übersicht

Darktable ist in vier Bereiche aufgeteilt, die sog. Modi, die im Bildschirm oben rechts angewählt werden können. Ich werde mich hier auf den Leuchttisch- und den Dunkelkammer-Modus konzentrieren. Im Tethering-Modus können unterstützte Kameras über Darktable ferngesteuert werden. Im Karten-Modus werden die jeweiligen Aufnahmestandorte auf einer OSM-Karte angezeigt, wenn die entsprechenden GPS-Koordinaten mit der Bilddatei gespeichert sind.

LeuchttischNach dem ersten Start öffnet sich Darktable im Leuchttisch-Modus. Sofern bereits Bilder in der Datenbank vorhanden sind, werden diese in der Bildschirmmitte angezeigt. Um die Fotos herum sind sog. Panels angeordnet. Im Leuchttisch-Modus sind im linken Panel die Menüs zum Import neuer Fotos und zur Navigation in der Fotodatenbank zu finden. Im rechten Panel sind die Menüs zur Datenverwaltung zu finden. Oberhalb der Fotos findet sich ein Menü zum Filtern der Bildanzeige. Unterhalb der Fotos ist das Menü zur Bewertung und Farbmarkierung von Aufnahmen. Alle Panels können bei Bedarf über die Dreiecke an den Bildschirmrändern ein- bzw. ausgeklappt werden.

Bilder von der Kamera importieren

von Speicherkarte importierenSchließen Sie Ihre Kamera per USB-Kabel an den Rechner an oder stecken Sie die Speicherkarte ins Lesegerät des Computers.

Öffnen Sie im Leuchttisch-Modul im linken Panel den Reiter „Importieren“. Wird die Kamera im Menü nicht angezeigt, klicken Sie auf „Nach Geräten suchen“. Wird die Speicherkarte erkannt, erscheint das Register „Mass Storage Camera“. Klicken Sie hier auf „Von Kamera importieren“.

Nun öffnet sich der Dialog „Bilder von Kamera importieren“. Unter „Job-Kode“ können Sie der Fotoserie einen aussagekräftigen Namen geben. Aus dem Job-Kode und dem Datum des Imports erstellt Darktable eine sog. Filmrolle, eine Art Verzeichnis, in dem die importierten Bilder in der Datenbank gespeichert werden.

Importdialog

Unter dem Reiter „Einstellungen“ haben Sie u.a. die Möglichkeit Speicherort und Dateinamen festzulegen. Eine sinnvolle Verzeichnisstruktur beim Speichern der Fotos erleichtert auch in Darktable die Suche in großen Fotoarchiven ganz erheblich. Wie ein Archiv sinnvoll angelegt werden kann, ist im Handbuch - Digitaltechnik beschrieben.

Im Reiter „Einstellungen“ können Sie ferner die Option wählen, bereits während des Imports ein Backup der Fotos erstellen zu lassen.

Im Reiter „Bilder“ müssen nun die zu importierenden Bilder markiert werden. Mit der Tastenkombination „Strg + a“ werden alle Bilder der Speicherkarte markiert. Gestartet wird der Import durch einen Klick auf den Button „Importieren“ am unteren Rand des Dialogs. Die Fotos werden an den angegebenen Speicherort kopiert und der Darktabledatenbank hinzugefügt.

Sichtung

Nach dem Import kann die Sichtung der Aufnahmen beginnen. Die erste Sichtung kann im Leuchttisch-Modus erfolgen. Um ein möglichst großes Vorschaubild zu erhalten, wechseln Sie mit der Taste „F11“ in den Vollbildmodus. Zum Vergrößern der Vorschau wählen Sie ein Bild und halten Sie die Taste „z“ gedrückt.

Foto ablehnenAlle Aufnahmen, die Sie offensichtlich nicht behalten wollen, sollten Sie als abgelehnt markieren. Klicken Sie dazu in der Vorschau oben links auf das Kreuz. In der Übersicht finden Sie das Kreuz unten links im Diarahmen des Fotos oder Sie verwenden die Taste „r“.

abgelehnte Fotos filternNach der ersten Sichtung wählen Sie im Popup-Menü „zeige“ oben im Bildschirm den Punkt „abgelehnt“ und wählen Sie alle Bilder aus (Strg + a).

Fotos löschenÖffnen Sie im rechten Panel den Reiter „ausgewählte Bilder“ und klicken Sie entweder auf „entfernen“ oder „löschen“. Bei „entfernen“ wird das Foto nur aus der Darktabledatenbank entfernt, die  Bilddatei bleibt aber auf der Festplatte erhalten. Bei „löschen“ wird auch die Bilddatei auf der Festplatte gelöscht, sodass der Speicherplatz wieder frei wird. Nach dem Löschen wechseln Sie im Popup-Menü „zeige“ wieder zum Punkt „alles“.

Bei der zweiten Sichtung sollten die Fotos maximal vergrößert werden. Dazu müssen Sie in den Dunkelkammer-Modus wechseln, indem Sie einen Doppelklick auf eine Aufnahme machen. Zum Vergrößern der Aufnahme können Sie das Mausrad nutzen oder die Tastenkombination „Alt + 1“. Mit „Alt + 3“ wird das Foto wieder vollständig im Bildschirm angezeigt. Um zwischen den Bildern zu wechseln, können Sie die Übersicht am unteren Bildschirmrand oder die Leertaste nutzen.

ModiFotos, die Sie aussortieren wollen, können Sie mit der Taste „r“ oder dem Kreuz im Diarahmen der Fotos in der Übersicht am unteren Bildschirmrand als abgelehnt markieren. Nach der zweiten Sichtung löschen Sie die abgelehnten Fotos im Leuchttisch-Modus wie oben beschrieben.

Dunkelkammer

Die nach der Sichtung verbleibenden Fotos können nun optimiert werden. Dies geschieht im Dunkelkammer-Modus.

DunkelkammerAuf den ersten Blick ist der Bildschirm der Dunkelkammer etwas verwirrend und unübersichtlich. Das liegt daran, das Darktable so viele Möglichkeiten der Bildbearbeitung bietet, dass eine übersichtliche Zusammenstellung aller Werkzeuge wohl unmöglich ist. Mit ein wenig Erfahrung in der Bildbearbeitung findet man sich aber schnell zurecht.

ModulgruppenDie Werkzeuge für die Bildbearbeitung heißen in Darktable Module und sind im rechten Panel zu finden. Sie sind in mehreren Gruppen zusammengefasst, die über die Symbole unterhalb des Histogramms aufgerufen werden können. Standardmäßig werden auch nicht alle Module in den Gruppen angezeigt. Wenn Sie ein Modul vermissen, finden Sie es mit Sicherheit im Menü „weitere Module“ unten rechts im Panel.

BeispielIch kann hier nicht alle Module vorstellen und erläutern. Stattdessen will den Arbeitsablauf anhand eines einfachen typischen Beispiels zeigen.

Zu Beginn sollten Sie möglichst viel Platz für die Bildvorschau schaffen und die Panels ausblenden, die bei der Optimierung nur selten benötigt werden. Klicken Sie dazu auf die drei Dreiecke am linken, oberen und unteren Bildschirmrand.

Bildzuschnitt

Zuschneiden und drehenDas Werkzeug zum Zuschneiden und Graderichten eines Fotos finden Sie in der Basisgruppe unter „Zuschneiden und drehen“.

Die Drehung des Bildes erfolgt über den Schiebregler „Winkel“. Wird der Regler nach links verschoben, wird das Bild im Uhrzeigersinn gedreht. Einfacher ist es jedoch, wenn sie im Bild eine horizontale oder vertikale Bildlinie haben, an der Sie sich orientieren können. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Foto auf das eine Ende dieser Bildlinie und ziehen Sie mit gedrückter rechter Maustaste eine Hilfslinie entlang der Bildlinie. Wenn Sie die Maustaste loslassen, wird das Foto automatisch gerade gerückt.

Das Zuschneiden der Aufnahme erfolgt wie auch in anderen Programmen, indem Sie die Bildränder mit der Maus ins Foto hineinziehen. Im Menü können Sie wenn gewünscht ein Bildformat vorwählen oder Hilfslinien einblenden lassen.

Weißabgleich

WeißabgleichSofern erforderlich kann nun der Weißabgleich korrigiert werden. Hierzu stellt Darktable in der Basisgruppe unter „Weißabgleich“ zahlreiche Regler zur Verfügung. Unter „Voreinstellungen“ werden verschiedene Standardwerte bereitgestellt, wie Tageslicht, Schatten usw. Um einen manuellen Weißabgleich durchzuführen, wählen Sie „Weißabgleich manuell setzen“ und markieren Sie mit gedrückter Maustaste im Foto eine möglichst weiße Stelle. Darktable errechnet dann die passenden Werte.

Belichtung

BleichtungMit „Belichtung“ lassen sich Schwarzpunkt und Belichtung optimieren. Anstatt die Schiebregler des Menüs zu nutzen, können Sie beides auch mit der Maus im Histogramm einstellen, indem Sie die Kurve entsprechend verschieben.

Beispiel

Schatten und Spitzlichter

Schatten und SpitzlichterDie hellen und dunklen Bildbereichen können mit „Schatten und Spitzlichter“ sehr fein bearbeitet und gut herausgearbeitet werden. Besonders interessant ist die Möglichkeit der Einrichtung eines „Überblendmodus“, vergleichbar mit dem Ebenenmodus in Gimp oder Photoshop. Kommt es beispielsweise zu einer unerwünschten Farbverschiebung während der Bearbeitung, kann dem mit dem Überblendmodus „Helligkeit“ entgegen gewirkt werden. Zudem kann mit der Deckkraft ein letztes Feintuning vorgenommen werden.

Beispiel

Kontrast

FarbkurveDer Bildkontrast kann sehr gut in der Helligkeitsgruppe unter „Farbkurve“ angepasst werden. Die Gradationskurve kann sehr einfach bearbeitet werden, indem sie mit der Maus verschoben wird. Eine (sehr) leichte S-Kurve führt zu einer Kontrasterhöhung. Da die Änderungen allein im Helligkeitskanal (L-Kanal) erfolgen, kommt es zu keinen unerwünschten Farbverschiebungen. Auch hier kann der Überblendmodus wieder sehr wertvolle Hilfe bei der Feinabstimmung leisten.

Beispiel

Bildrauschen

weitere ModuleDie Werkzeuge zum Beseitigen von Bildrauschen befinden sich in der Korrekturgruppe.

Korrekturgruppe

Werden diese dort nicht angezeigt, klicken Sie unten rechts im Bildschirm auf „weitere Module“ und scrollen Sie im Menü herunter, bis Sie die Module finden, und klicken Sie sie an.

Entrauschen (Profil)Darktable 1.2 bietet gleich drei Module zum Entfernen von Bildrauschen. Besonders komfortabel ist das Modul „Entrauschen (Profil)“. Für viele Kameras besitzt Darktable bereits standardisierte Profile.

Entrauschen (nicht-lokales Mittel)Gibt es für Ihre Kamera noch kein Profil, können Sie mit dem Modul „Entrauschen (nicht-lokales Mittel) arbeiten. Mir persönlich gefielen die Ergebnisse mit diesem Modul sogar besser als die Vorgaben des Profils. Setzen Sie die Rauschreduzierung nur behutsam und soweit erforderlich ein. Insbesondere der Regler Luminanz sollte nur hochgesetzt werden, wenn im Foto tatsächlich störendes Helligkeitsrauschen vorhanden ist.

Schärfen

SchärfenZuletzt kann das Bild mit dem Modul „Schärfen“ in der Korrekturgruppe geschärft werden. Die Regler „Radius“, „Menge“ und „Schwellenwert“ entsprechen den Reglern des Filters „Unscharf maskieren“ in Gimp.

Auch hier ist es wieder der Überblendmodus, der Darktable gegenüber anderen RAW-Konvertern auszeichnet. Ideal fürs Schärfen ist der Überblendmodus „Helligkeit“. Letzte Feinabstimmungen können über die Deckkraft vorgenommen werden. Unter „Überblenden“ kann die Schärfung auch auf einzelne Bildbereiche beschränkt werden, sodass sogar mithilfe der Multi-Instanz-Optionen eine Differenzierung für helle und dunkle Bildpartien möglich ist.

Abschluss

Verlaufsstapel zusammenfassenWurde das Foto vollständig optimiert, sollte zum Abschuss im Panel am rechten Bildrand unter „Verlauf“ der Verlaufsstapel zusammengefasst werden. Aus dem Stapelverlauf kann dann durch Klick auf den Button mit den Kreisen ein Stil erzeugt werden, der auf andere gleichartige Aufnahme angewandt werden kann.

Beispiel

Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten

MonochromDarktable bietet noch zahlreiche weitere Module zur Bildbearbeitung. Schwarz-Weiß-Aufnahmen können mit dem Modul „Monochrom“ erzeugt werden, wobei die Graustufen mit Hilfe einer Farbfilterung detailliert herausgearbeitet werden können. Wer bei der Wahl der Belichtung gerne mit der Zonenmethode arbeitet, wird sich über das Modul „Zonensystem“ freuen, dass das Prinzip nun auch auf die Bildoptimierung überträgt. Konturen können auch mit dem Modul „Hochpass“ sauber herausgearbeitet werden…

Probieren Sie die Module einfach einmal aus. Wenn Sie ein Modul dann doch nicht anwenden wollen, können Sie es ganz einfach über das Aus-Symbol Aus wieder deaktivieren. Zurück zu den Ausgangswerten eines Moduls gelangen Sie über das Symbol mit dem Kreis und dem Stich zurück.

Tipp: Wenn Sie für ein Modul eine passende Einstellung gefunden haben, die Sie ggf. später auch bei anderen Fotos anwenden wollen, können Sie die Einstellungen über das Vorlagen-Symbol Vorlagen speichern und später wieder abrufen.

Fotodatenbank

Auch bei Gelegenheitsknipsern wächst ein Fotoarchiv schnell auf mehrere Hundert Bilder an. Wer hier den Überblick behalten und Fotos auch nach längerer Zeit wiederfinden will, ist auf eine gut strukturierte Fotodatenbank angewiesen. Dies übernimmt in Darktable der Leuchttisch.

Verschlagwortung

Um in einer großen Sammlung einzelne Fotos wiederzufinden, sollten spätestens nach der Optimierung der Aufnahmen die verbleibenden Fotos mit sinnvollen und aussagekräftigen Schlagworten versehen werden. In Darktable können solche Schlagworte als sog. Tags der Bilddatei angehängt werden.

TaggingMarkieren Sie im Leuchttisch-Modus ein oder mehrere Fotos, die Sie mit Schlagworten versehen wollen. Öffnen Sie nun im rechten Panel den Reiter „Tagging“. In der oberen Liste sehen Sie die Schlüsselwörter, die der Datei bereits angehängt wurden. Mit dem Button „entfernen“ können Sie einzelne Schlüsselwörter wieder löschen. Um dem Foto ein neues Schlüsselwort anzuhängen, geben Sie das Schlagwort in das Eingabefeld in der Mitte des Dialogs ein (1). Ist das Schlagwort bereits in Darktable verwendet worden, wird es in die Liste unterhalb des Eingabefeldes angezeigt. Markieren Sie das Schlagwort und verbinden Sie es durch Klick auf den Button „anhängen“ mit der Bilddatei (2). Erscheint das Schlagwort nicht in der Liste, muss es zunächst in Darktable angelegt werden. Diese erfolgt durch Klick auf den Button „neu“, wodurch das Schlagwort auch sofort mit der Bilddatei verbunden wird (3).

Unter dem Reiter „Metadaten-Editor“ können den Fotos auch gezielt Angaben zu Titel, Beschreibung, Urheber, Herausgeber und Rechten zugewiesen werden. Als weitere Werkzeuge zur Kennzeichnung von Fotos stehen Farbmarkierungen und natürlich die Bewertung mit Sternen zur Verfügung.

Navigation

Bilder sammelnDie Werkzeuge, um in der Datenbank zu navigieren, finden Sie im Wesentlichen im linken Panel des Leuchttischs. Um alle Fotos der Datenbank auflisten zu lassen, klicken sie im Reiter „Bilder sammeln“ auf das kleine Symbol zum Zurücksetzen der Einstellungen (Kreis mit Strich), um einen eventuell aktiven Filter zu deaktivieren.

In der Auswahlliste des Reiters „Bilder sammeln“ wird standardmäßig die Liste der sog. Filmrollen angezeigt, die beim Import der Bilder erstellt werden. Der Name der Filmrolle setzt sich zusammen aus dem Datum des Imports und den beim Import angegebenen Job-Kode. Durch Doppelklick auf eine Filmrolle werden nur die Fotos der entsprechenden Filmrolle angezeigt. Um zur Gesamtübersicht zurückzukehren, klicken Sie wieder auf das Symbol zum Zurücksetzen der Einstellung.

Statt der Liste der Filmrollen kann hier auch eine Liste der Speicherverzeichnisse, der verwendeten Kameras, der gespeicherten Tags u. v. m. angezeigt werden.Daneben bietet Darktable natürlich auch noch weitere Filtermöglichkeiten, wie man sie aus anderen Programmen kennt.

Export

ausgewählte exportierenUm die bearbeiteten Fotos in anderen Programmen weiter zu bearbeiten oder im Internet zu veröffentlichen, müssen sie aus Darktable exportiert werden. Das Menü „ausgewählte exportieren“ finden Sie im Leuchttisch-Modus im rechten Panel. Je nach Verwendungszweck finden sich hier unterschiedliche Optionen. Fotos können auch direkt in einen Facebook- oder Flickr-Account hochgeladen werden.

Um ein Foto in Originalgröße zu exportieren, mussen unter „max. Größe“ die Werte „0 x 0“ angegeben werden.

Wer seine Fotos selbst ausdrucken möchte, kann dies nicht direkt aus Darktable, sondern muss hierzu andere Programme wie Gimp oder PhotoPrint nutzen. Ein Manko, dass hoffentlich in späteren Versionen behoben wird.

Fazit

Darktable beweist einmal mehr, dass Open-Source-Programme keine Spinnerei, sondern ernstzunehmende, innovative Alternativen zu teuren, kommerziellen Programmen sind. Obwohl der von mir verwendete Testcomputer mit nur 2 GB Arbeitsspeicher nicht die empfohlenen Mindestvoraussetzungen für die Arbeit mit Darktable besitzt, arbeitete das Programm zügig und ohne Probleme. Wer dauerhaft mit Darktable arbeiten will, sollte jedoch einen Computer mit mindesten 4 GB Arbeitsspeicher und einem 64 Bit-Betriebssystem verwenden.

Darkroom bietet mehr Möglichkeiten der Bildbearbeitung als Lightroom und auch das Ergebnis der RAW-Konvertierung ist nicht zu beanstanden.

Statt in teure Software zu investieren, kann ich Einsteigern in die digitale Bildbearbeitung nur empfehlen, mit einem Linuxbetriebssystem, Darktable und Gimp zu arbeiten (siehe: Dunkelkammer - Linux). Wer für seinen Windowsrechner bereits viel Geld in teure Software investiert hat, mag selbst entscheiden, wann es für einen Umstieg Zeit wird. Bevor Sie jedoch wieder Geld für Upgrades ausgeben, sollten Sie Darktable zumindest einmal getestet habe. Sie werden positiv überrascht sein.

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